Footie & Glenelg Beach

Gestern waren wir bei einem Aussie-Rules Football Match (“Landesliga”, wenn man das so nennen kann) in Glenelg. Footie, wie die Australier sagen, ist eine Rugby-ähnliche Sportart mit eigenen Regeln, welche ausschließlich in Australien gespielt wird. Gerade in South Australia hat diese Spielvariante etwa eine Popularität, die mit der des Fußballs in Deutschland vergleichbar ist!

Die Regeln sind ziemlich verwirrend und nicht auf Anhieb verständlich, aber ich versuche mich mal an einem kurzen Überblick (soweit ich diesen selber hatte). Die folgende Beschreibung ist nur ein Resultat aus meinen Beobachtungen und kommt somit ohne Gewähr daher.

Gespielt wird mit einem ovalen Ball (Football) auf einem ovalen Spielfeld. Auf dem etwa Fußballfeld-großen Spielfeld befinden sich zwei Mannschaften à 18 Spieler + je zwei Runner, die den Spielern während des Spiels stets die Taktik des Trainers mitteilen + je zwei Typen, die den Spielern während des Matches Getränke bringen + Schieds- und Linienrichter. Ohne die letzeren befinden sich also schonmal 44 Leute auf dem Platz, was alles andere als übersichtlich ist. Gespielt wird in vier Quatern zu je 30 Minuten. An beiden Spielfeld-Enden stehen je vier Stangen. Fliegt der Ball durch die mittleren beiden, gibt es dafür sechs Punkte, für die beiden äußeren gibt es einen Punkt. Vor den Stangen ist ein weiträumiger Halbkreis abgezeichnet. Fängt ein Spieler einen Ball im “Halbkreis” des Gegners, so darf er einen Freistoß auf dessen Tor, bzw. Stangen ausüben. Es gilt also, den Gegner am Fangen zu hindern. Mit allen Mitteln. Bäm, Clash. Aussie Rules Football ist ein Vollkontaktspiel. Manchmal sieht es so aus, als sei wirklich alles erlaubt, dann aber hört man plötzlich den Schiri abpfeifen und eigentlich weiß keiner so wirklich wieso.

Vor Beginn des Spiels heizen Cheerleader (in unserem Fall mit goldenen Pompons) die Menge an. Nach dem ersten Viertel dürfen die Zuschauer aufs Feld und dem hinter einer Absperrung stehenden Team gut zureden. In der Halbzeit gehen Eltern mit Ihren Kindern auf den Rasen, um Footie zu üben. Und zwar nicht nur manche Eltern, sondern wahrscheinlich alle Eltern. Leider habe ich von diesem Spektakel kein Foto gemacht. :-(

Der Volkssport-Charakter war deutlich spürbar.

Im Anschluss daran machten wir noch einen kleinen Abstecher ans nahegelegene Meer. Das Wetter war zwar alles andere als prächtig, aber ich will euch heute mal nicht länger auf Fotos von der Küste warten lassen. Beim nächsten Mal gibts dann bestimmt auch Sonne dazu. ;-)

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